TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen


Stellenausschreibung

Der Evangelische Kirchenkreis Duisburg sucht zum 01. Mai 2022 für die Ökumenische TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen eine

Sozialpädagogische Fachkraft (m/w/d)

Der Beschäftigungsumfang beträgt 100%. Die Anstellung ist unbefristet.

Wenn Sie interessiert sind, können Sie sich die Stellenausschreibung hier herunterladen.

 

Jahresbericht 2020

Der Berichtszeitraum 2020 (für die Telefonarbeit wegen der Umstellung der Statistik von Sommer 2019 – Sommer 2020) ist von mannigfaltigen Veränderungen geprägt – in der großen Welt der Globalisierung wie in der kleinen Welt der Telefonseelsorge:

Einführung einer neuen Telefontechnik, Aufbau und Start der Chat-Seelsorge, mehrwöchige technische Störungen, Vorbereitung und Durchführung des Umzuges innerhalb der Duisburger Innenstadt, Wechsel der Stellenbesetzung des Sekretariats …

– und natürlich das Corona-Virus und seine Folgen für unsere Arbeit.

Diesem Alltag der Telefonseelsorge in Corona-Zeiten widmet sich unser Schwerpunktthema.

Hier können Sie den kompletten Jahresbericht 2020 lesen

Ein Notfallkoffer für die Hosentasche

APP KrisenKompass/TelefonSeelsorge

Seit dem 10. März 2020 ist der Krisenkompass da. Eine App, die in schwierigen Zeiten Betroffenen und Angehörigen Wegweiser und Unterstützung sein kann und auf Initiative der TelefonSeelsorge in Deutschland entwickelt worden ist.

Sie richtet sich an Depressive, Suizidale und Menschen des Umfeldes mit ganz konkreten praktischen Hilfeangeboten. Gut strukturiert! Ein Vier-Felder-Schema in rot, gelb grün und lila bietet Hilfe für unterschiedliche Situationen an: Soforthilfe im roten Feld, Hilfe bei Suizidgedanken in gelb, Sorge um Suizid bei anderen in grün, Trauer nach Suizid in lila. Von Kontaktadressen bis hin zu entlastenden Atemübungen ist hier eine Fülle an nützlichem Material zu finden.

Auf mein Smartphone kam die APP so: Ich habe meinen QR-Scanner aufgemacht und den entsprechenden Code abfotografiert (Google Play, Apple App Store oder auch unter www.telefonseelsorge.de verfügbar).

Seitdem habe ich den Krisenkompass auf dem Smartphone und werde regelmäßig daran erinnert, mir mit Hilfe der App ein Bild meiner aktuellen Tagesstimmung zu machen. Das finde ich häufig lästig, zeigt mir aber, dass zumindest die App sich für meine Tagesform interessiert. Mir gefällt das!

Rosemarie Schettler

Der Alltag der TelefonSeelsorge

in Corona-Zeiten

Als Mitte März einschränkende Corona-Schutzmaßnahmen eingeleitet wurden, stieg sprunghaft die Zahl der Anrufe, der Mails und Chats. Gut aufgestellt mit einem Telefon 24 Stunden am Tag und einem zweiten Telefon 12 Stunden am Tag konnte die im März um 22% gestiegene Zahl der Anrufe aufgefangen werden. Inhaltlich standen am Anfang viele Fragen zu Ansteckungswegen, Risikoeinschätzung und Ängste vor dem Ungewissen im Vordergrund. Mittlerweile werden die Folgen der Pandemie thematisiert, wie etwa der Verlust des Kontaktes zu Kindern und Enkeln, Fehlen von Besuchsmöglichkeiten von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen, Rückfall in eine psychische Krise wegen ausbleibender Therapie und fehlender Kontakt- und Bewegungsmöglichkeiten, Sorge um die Sicherung der eigenen Existenz.

Bei den Themen am Telefon ist der rapide Anstieg des Themas „Ängste“ im März und des Themas „Einsamkeit“ im März und April bedeutsam. Dieser Trend hält bis heute an: Ängste und Einsamkeit werden häufiger thematisiert als vor Corona. Das Thema „körperliche und seelische Gewalt“ wird im Mai und Juni stärker wahrgenommen – vielleicht ein Indiz für die Auswirkungen des länger anhaltenden Lock-Downs.

Bislang ist kein einziger Dienst ausgefallen – und das, obwohl 20 von 120 Ehrenamtlichen aufgrund der Corona-Gefährdung mehrere Monate lang keinen Dienst machen konnten. Entstehende Lücken wurden und werden stets durch KollegInnen gefüllt – Zeichen einer hohen Motivation und einer hohen Verbindlichkeit der Ehrenamtlichen. Die Hauptamtlichen versuchen, diese Motivation zu stärken, indem sie mit allen Diensthabenden sprechen, wöchentlich Rundmails konzipierten und Kontakt zu den Mitarbeitenden halten, die corona-bedingt lange Zeit keinen Dienst tun konnten – Seelsorge an SeelsorgerInnen sehen sie augenblicklich als ihre vordringliche Aufgabe.

Auch die anderen Dienste neben dem Telefon – Krisenbegleitung, Mail-Seelsorge – und ab Jahresanfang neu – Chat-Seelsorge, konnten unter veränderten Bedingungen weiterarbeiten.

Jahresbericht 2019

Im aktuellen Jahresbericht finden Sie neben Zahlen zu Ratsuchenden und ihren Themen noch ein paar Sätze zu den Themen, die uns in den letzten Monaten sehr beschäftigt haben: die Einrichtung der Chat-Seelsorge und der Umzug der Dienststelle in neue Räume.

Aber lesen Sie selbst….. Jahresbericht 2019